Die Produkte unseres täglichen Lebens enthalten verschiedenste Inhaltstoffe, die ihren Gebrauch für unsere Bedürfnisse gewährleisten. Darunter sind auch hochgiftige Stoffe wie Fluor, Chlor, Cadmium, Quecksilber usw.
Nach dem Ende der Lebensdauer dieser Produkte landeten sie bisher auf der Deponie. Dort kommt es über viele Jahrzehnte zu Abbau- u. Zersetzungsprozessen. Dabei werden die Inhaltstoffe - auch die giftigen - wieder frei. Natürlich ist jede moderne Deponie mit einer Spezialfolie ausgekleidet. Diese Folien haben aber eine Lebensdauer von 20 - 30 Jahren, die Zersetzungsprozesse dauern jedoch nach Meinung der Wissenschaft bis zu 300 Jahre. Nicht mehr wiedergutzumachende Verschmutzungen von Luft und Grundwasser sind die Folge der Deponierung von Müll.
Das primäre Ziel der Müllverbrennung
ist daher die Zerstörung der Schadstoffe im Müll bei Temperaturen
von über 1000°C bzw. ihre kontrollierte Konzentration im Filterkuchen,
der in speziellen Untertagedeponien (das sind alte Salzstöcke
unterhalb des Grundwasserhorizontes) oder mit Beton verfestigt, daher
nicht eluierbar gefahrlos obertägig abgelagert werden kann. Die
Schlacken und Kesselaschen aus der Müllverbrennung sind inert,
also gesteinsähnlich und völlig unschädlich. Sie können
problemlos deponiert werden oder sogar als Schotter im Straßenbau
Verwendung finden.
Die moderne Müllverbrennung dient somit dem Schutz von Luft und Trinkwasser.