Zurück zur Startseite


Reststoffe

Die Reststoffe aus der thermischen Abfallverwertung

Die thermische Abfallverwertungsanlage der EVN hat eine jährliche Kapazität von ca. 500.000 Tonnen pro Jahr. Etwa die Hälfte davon sind Rest- und Sperrmüll aus niederösterreichischen Haushalten.

Das zentrale Ziel der thermischen Behandlung von Abfällen ist es, die in den Produkten unseres täglichen Lebens enthaltenen Inhaltsstoffe, die sich nach Ende der Lebensdauer dieser Produkte als Schadstoffe in der Umwelt wiederfinden, unschädlich zu machen. Das geschieht bei organischen Schadstoffen durch ihre thermische Zerstörung bei hohen Temperaturen über 1.000 Grad Celsius, bei nicht organischen Schadstoffen, wie Blei, Cadmium, Fluor etc. durch Extraktion aus dem Stoffkreislauf und Ablagerung in nicht umweltgefährdender Weise.

Aus 1 Tonne Abfall entstehen nach seiner thermischen Behandlung ca. 250 kg Schlacken und Kesselaschen, ca. 30 kg Eisenschrott, ca.1 kg Filterkuchen und ca. 30 kg Filterasche. Darüber hinaus fallen auch ca. 5 kg Gips an, der in der Bauindustrie Verwendung findet.

Die Schlacken und Kesselaschen können problemlos auf Inertstoffdeponien abgelagert werden. In anderen Ländern, wie z.B.: Deutschland und Niederlande, wird Schlacke sogar als Straßenschotter verwendet.

Der in der Rauchgasreinigung entstehende Filterkuchen und die Filteraschen enthalten hochkonzentriert die auch bei hohen Temperaturen über 1.000 Grad Celsius nicht zerstörbaren Schadstoffe aus dem Müll und werden in speziellen Untertagedeponien unterhalb des Grundwasserspiegels endgelagert oder auch, mit Zement verfestigt und damit nicht eluierbar, obertägig auf Deponien abgelagert.

Wesentlich im Vergleich zur Deponierung unbehandelter Abfälle ist auch die Volumensreduktion durch die thermische Behandlung und damit verbunden der entscheidend geringere Landschaftsverbrauch: Das zur Lagerung gelangende Restmaterial weist nur mehr 10% des Ausgangsvolumens des ursprünglichen Abfalls auf.