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Warum Zwentendorf

Die EVN Abfallverwertung NÖ hat sich die Suche nach dem optimalen Standort für eine zentrale niederösterreichische Müllverbrennungsanlage nicht leicht gemacht. 24 mögliche Standorte wurden in einem mehrstufigen Auswahlverfahren zwischen 1995 und 1997 detailliert nach ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten untersucht, bevor man sich schließlich für Zwentendorf/Dürnrohr entschied.

Dieser Standort erwies sich als bestgeeignet, um die bei der Müllverbrennung gewonnene Energie durch das Zusammenspiel mit dem bereits vorhandenen Wärmekraftwerk Dürnrohr zur Erzeugung von Strom, Fernwärme und Prozessdampf für die Industrie zu nutzen.
Als wesentlich wurden auch die wirtschaftlichen Synergien mit dem kalorischen Kraftwerk Dürnrohr erachtet. Denn es sollte nicht nur die ökologisch beste Lösung umgesetzt werden, sondern auch die Kosten sollten in Hinblick auf die Müllgebühren so niedrig wie möglich gehalten werden.

Nicht zuletzt hat für die Standortwahl auch die breite Zustimmung der ansässigen Bevölkerung eine große Rolle gespielt. Im Juni 1997 waren die Bürger von Zwentendorf in einer Volksbefragung zum Bauvorhaben der EVN Abfallverwertung NÖ befragt worden. Bei einer Wahlbeteiligung von 72% entschieden sich 74% der Zwentendorfer Bürgerinnen und Bürger für den Bau der Anlage.

Die endgültige Standortentscheidung war im Juli 1997 getroffen worden.

Im Sommer 2001 konnte nach Abschluß des umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens mit dem Bau der Anlage begonnen werden.