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Bauarbeiten Linie 3
Februar 2008

Die Erweiterung der thermische Abfallverwertungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr hat wie geplant im Juni 2007 begonnen. Es wird der Zubau einer 3. Linie zu der Anlage erfolgen, die heute in zwei Linien fährt. Grund dafür ist das deutliche Ansteigen der zu behandelnden Müllmengen in der EVN Abfallverwertung NÖ Zwentendorf, sodaß die Anlage seit geraumer Zeit permanent in Volllastbetrieb gefahren werden muß.

Die Anlage soll deshalb bis zum Jahr 2010 von einer Leistung von derzeit 120 MW auf 210 MW ausgebaut werden. Linie 3 wird parallel zu den beiden vorhandenen Linien errichtet werden und entspricht deren technischen Konzept. Neu hinzu kommt ein sogenannter „Vorbunker“, der als Erweiterung des derzeitigen Müllbunkers für die Erfassung der nun zusätzlich hinzukommenden Müllmengen dienen wird. Er befindet sich im Bau. Die Aushubarbeiten dieses Vorbunkers, dessen Wände 21 Meter in die Tiefe reichen und der mitten im seichten Grundwasserbereich des Tullnerfeldes liegt und daher aus Spezialwänden mit einer Dicke von jeweils 1,20 m errichtet werden muss, sind bereits abgeschlossen. Ein wesentliches Unterfangen, da der Bunker natürlich vollständig dicht sein muss.

Auch der bestehende Bunker wird im Bereich seiner Kranbahn verlängert. Es wird zu den beiden bestehenden Müllbunkerkränen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10 m3 ein dritter derartiger Greiferkran hinzukommen. Die Umbauarbeiten dafür sind mittlerweile abgeschlossen, sie stellten eine immense statische Herausforderung dar.

Auch die zusätzliche Verbrennungslinie wird wie Linie 1 und 2 der thermischen Verwertung der Abfälle und der Erzeugung von Dampf dienen, der im Kraftwerk Dürnrohr zur Gewinnung von Strom und Fernwärme sowie von Prozessdampf für die Industrie genutzt werden wird. Dadurch wird die EVN Abfallverwertung NÖ nicht nur einen weiteren wichtigen Beitrag zur umweltgerechten Abfallentsorgung leisten, sondern durch den Energieverbund mit dem Kraftwerk Dürnrohr auch zusätzliche Energie- und CO2-Einsparungen erzielen. Künftighin werden durch die gesamte erweiterte Anlage der EVN Abfallverwertung NÖ 100.000 Tonnen Steinkohle und 10 Millionen m3 Erdgas pro Jahr eingespart werden.

Im Herbst 2007 wurde die Bodenplatte für den Kessel von Linie 3 sowie für die nasse und trockene Rauchgasreinigung fertig gestellt. Ebenso erfolgten die Vergaben des Anlagenbaus von Kessel und Rauchgasreinigungsanlage. Ab März 2008 wird mit der Errichtung von Kesselanlage und Rauchgasreinigung begonnen werden.