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Bürgerinformationsveranstaltung
Linie 3
20.6.2006

Zur detaillierten Information der Bewohnerinnen und Bewohner der Marktgemeinde Zwentendorf fand am Dienstag, dem 20. Juni 2006, um 19.30 Uhr aufgrund einer gemeinsamen Initiative von Gemeinde und AVN im Zwentendorfer Donauhof ein Informationsabend über den Ausbau der thermischen Abfallverwertungsanlage der AVN um eine dritte Linie statt.

Nach einer Begrüßung und Einleitung durch Bürgermeister Ing. Hermann Kühtreiber und einführenden Worten der Vorsitzenden des Bürgerbeirates Mag. Maria Christina Waidmayr präsentierte AVN Geschäftsführer DI Franz Mittermayer das Konzept der Erweiterung von Linie 3 mit allen technischen Details und die Einreichung von Linie 3 zum Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren.

Linie 3 wird in bewährter Weise nach genau dem gleichen technischen Konzept errichtet werden wie die beiden bestehenden Linien 1 und 2. Ebenso wird Linie 3 aus einem Verbrennungsrost, einem Kessel und einer dreistufigen Rauchgasreinigungsanlage (Gewebefilter, zweistufige Naßwäsche und DeNOx) bestehen. In der neuen Linie werden ca. 225.000 Tonnen Abfall pro Jahr thermisch verwertet und damit 90 MW an thermischer Leistung erbracht werden. In ebenso bewährter Weise wird die aus dem Müll gewonnene Energie in Form von Dampf in das kalorische Kraftwerk Dürnrohr geleitet und zum weiteren Ersatz von Kohle bei der Erzeugung von Strom, Fernwärme und Prozessdampf genutzt werden.

Selbstverständlich unterzieht sich die AVN auch beim Bau der dritten Linie einem UVP-Verfahren. Die Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung zum UVP-Verfahren beim Amt der NÖ Landesregierung erfolgte am 31.Mai 2006. Wiederum wurden nahezu 100.000 Seiten an Expertengutachten zu 20 verschiedenen Fachbereichen und 5.000 technische Detailpläne bei der Behörde abgegeben. DI Mittermayer erläuterte den Ablauf des Verfahrens und im Besonderen die darin bestehenden Möglichkeiten für die Bürger, sich einzubringen und Stellungnahmen abzugeben. Im Anschluß daran präsentierte der AVN Geschäftsführer die Ergebnisse einiger ausgewählter UVE-Fachgutachten wie Luft und Klima, Lärm, Verkehr, Energie und Mensch.

Nicht zuletzt wurde den Bürgerinnen und Bürgern von Zwentendorf eine umfassende Darstellung der baulich-architektonischen Veränderungen der Anlage in Form von Computeranimationsbildern geboten.

In der anschließenden Diskussion stand vor allem das Thema Verkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt.