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Die Anlage

Die thermische Abfallverwertungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr besteht im Wesentlichen aus einem Ofen, einem Abhitzekessel zur Energiegewinnung und einer dreistufigen Rauchgasreinigungsanlage.

> Im Ofen findet die eigentliche Verbrennung statt, bei der sich die brennbaren Bestandteile des Restmülls in Rauchgas verwandeln, die unbrennbaren in Asche und Schlacke.
> Die Rauchgase übertragen ihre Wärme an das Wasser in den Kesselwänden. Es entsteht Dampf für die Stromerzeugung.
> Anschließend durchlaufen die Gase eine aufwendige Rauchgasreinigungsanlage, die aus einer trockenen, einer nassen und einer katalytischen Stufe besteht. Bevor die gereinigten und damit unschädlich gemachten Abgase durch den Kamin ins Freie gelangen, werden ihre Qualität und ihre Inhaltsstoffe noch von zahlreichen Messeinrichtungen überprüft.

Die beim Verbrennungsprozess übrig bleibende gesteinsähnliche Schlacke kann ebenso wie die Kessel-Asche problemlos deponiert oder sogar im Straßenbau verwendet werden.

Der Filterkuchen aus der Rauchgasreinigung enthält in hochkonzentrierter Form alle nicht organischen Schadstoffe, die im Restmüll vorhanden waren und selbst bei den hohen Temperaturen am Verbrennungsrost von über 1.000 Grad Celsius nicht zerstörbar sind. Es handelt sich dabei um Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium usw. Er wird in speziellen Untertage-Deponien (dabei handelt es sich um alte Salzstöcke unterhalb des Grundwasserspiegels) außerhalb Österreichs gelagert oder mit Beton verfestigt und damit gefahrlos auf österreichischen Deponien abgelagert. Viele seiner Inhaltsstoffe könnten in Zukunft zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie z.B.: Cadmium, Blei und Fluor dienen.

Ein weiteres Abfallprodukt ist Gips, der in der Bauindustrie vielfältige Verwendung findet.

Eckdaten der thermischen Abfallverwertungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr.