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Bau der Anlage Linie 1 und 2

Die EVN Abfallverwertung NÖ begann wie geplant im Juli 2001 mit den Bauarbeiten für die thermische Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr und war mit dem Bau der Anlage zu jedem Zeitpunkt exakt im Zeitplan. Mittlerweile sind die Bauarbeiten von Linie 1 und 2 seit langem abgeschlossen, die Anlage ist seit 1.1.2004 in Vollbetrieb und die Erweiterung um Linie 3 steht unmittelbar vor ihrer Fertigstellung.

Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Bauphase von Linie 1 und 2, der zeigen soll, wie ein solches umfangreiches Projekt im Detail umgesetzt werden kann:

Die Fundamentierungsarbeiten für die Anlage wurden bereits im Herbst 2001 fertig gestellt, so dass Mitte Dezember 2001 mit dem Stahlbau begonnen werden konnte. Kurz darauf wurde im Bereich des Kessels die endgültige Höhe von 45 Metern erreicht. Der Erdaushub des Bunkers (es ist dies der größte Bunker einer Müllverbrennungsanlage in Europa mit einem Fassungsvermögen von ca. 40.000 Kubikmeter) war im Frühjahr 2002 abgeschlossen, die Bunkerwände und die Bodenplatte des Bunkers waren im Sommer 2002 fertig gestellt, im September 2002 wurde das Bunkerdach errichtet. Im Bereich der Rauchgasreinigungsanlage wurden die Großkomponenten angeliefert und montiert. Dabei war vor allem die Anlieferung der Wäscher der nassen Rauchgasreinigung im Mai 2002, der Komponenten der Staubabscheidung und der Entstickungsanlage beeindruckend. Ein Großteil der Behälter der Abwasserbehandlung wurde im Sommer 2002 montiert. Weithin sichtbar sind auch die beiden Kamine, die eine Höhe von 100 Metern haben.

Die höchsten Bauwerke der gesamten Anlage sind die Stahlkamine mit jeweils 100 m Höhe sowie die Stiegenhäuser mit mehr als 48 Meter Höhe. In Linie 1 und 2 wurden ca. 50.000 Tonnen Stahlbeton und ca. 3.000 Tonnen Stahlträger verarbeitet. Es befanden sich täglich zwischen 200 und 300 Beschäftigte auf der Baustelle.
Die Bauzeit der Anlage betrug insgesamt 18 Monate, die Inbetriebsetzung der Anlage fand vom Jänner bis Oktober 2003 statt. Anschließend erfolgte der Probebetrieb während des Herbstes 2003, sodaß ab 1.1.2004 - rechtzeitig zum Inkrafttreten von Deponieverordnung und Wasserrechtsgesetzesnovelle - die benötigten Kapazitäten zur thermischen Behandlung von Abfällen zur Verfügung standen.
Bis zur Erweiterung der Anlage um eine dritte Linie waren in der Anlage 50 Mitarbeiter beschäftigt. Mittlerweile wurde in Anbetracht der Anlagenvergrößerung auf 75 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus hat die Anlage insgesamt einen beachtlichen Beschäftigungseffekt: das zusätzlich notwendige Personal für Transport, Logistik, Wartung und Instandhaltung beträgt zwischen 115 und 130 Personen.