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Baubeginn Linie 3 Juni 2007

Die Erweiterung der thermischen Abfallverwertungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr hat wie geplant im Juni 2007 begonnen. Es wird der Zubau einer 3. Linie zu der Anlage erfolgen, die heute in zwei Linien fährt. Grund dafür ist das deutliche Ansteigen der zu behandelnden Müllmengen in der EVN Abfallverwertung NÖ Zwentendorf, so dass die Anlage seit geraumer Zeit permanent in Volllastbetrieb gefahren werden muss.

Die Anlage soll deshalb bis zum Jahr 2010 von einer Leistung von derzeit 120 MW auf 210 MW ausgebaut werden. Linie 3 wird parallel zu den beiden vorhandenen Linien errichtet werden und entspricht deren technischen Konzept. Neu hinzu kommt ein sogenannter „Vorbunker“, der als Erweiterung des derzeitigen Müllbunkers für die Erfassung der nun zusätzlich hinzukommenden Müllmengen dienen wird.

Auch die zusätzliche Verbrennungslinie wird wie Linie 1 und 2 der thermischen Verwertung der Abfälle und der Erzeugung von Dampf dienen, der im Kraftwerk Dürnrohr zur Gewinnung von Strom und Fernwärme sowie von Prozessdampf für die Industrie genutzt werden wird. Dadurch wird die EVN Abfallverwertung NÖ nicht nur einen weiteren wichtigen Beitrag zur umweltgerechten Abfallentsorgung leisten, sondern durch den Energieverbund mit dem Kraftwerk Dürnrohr auch zusätzliche Energie- und CO2-Einsparungen erzielen.

Das Logistikkonzept der EVN Abfallverwertung NÖ, in dessen Mittelpunkt die Anlieferung von 90% der Abfälle per Bahn steht, gilt selbstverständlich auch für die 3. Linie.

Das von der EVN Abfallverwertung NÖ zu absolvierende Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren - am 31. Mai 2006 wurde die Umweltverträglichkeitserklärung bei der Genehmigungsbehörde im Amt der NÖ Landesregierung zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht – wurde Ende April 2007 mit einem positiven Genehmigungsbescheid abgeschlossen, der seit Anfang Juni 2007 rechtskräftig ist. Unmittelbar anschließend wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Bauzeit und Inbetriebnahme werden etwa zwei Jahre betragen, sodaß Linie 3 im Jahr 2010 für den Betrieb zur Verfügung stehen wird.

Die besondere Herausforderung bei der Erweiterung der Anlage stellt die Tatsache dar, dass die Linien 1 und 2 der bestehenden Anlage weiter in Vollbetrieb arbeiten müssen. So wird die Erweiterung der EVN Abfallverwertung NÖ neben der Anlieferung und Verwertung von ca. 300.000 Tonnen Abfall pro Jahr in der bestehenden Anlage durchgeführt - eine große Anforderung an Planung und Technik sowie an das Team des bestehenden Werkes.